Frühjahrsputz

So langsam lässt die Winteraquarienmüdigkeit nach, es macht wieder Spaß und ist keine lästige Pflicht, sich um die Aquarien zu kümmern. Da wird es Zeit, die Spuren der Vernachlässigung zu beseitigen.

Im 84er blieb nicht mehr zu tun, als die Scheiben mal wieder gründlich zu putzen. In der rechten Hälfte wachsen die Pflanzen zwar mittlerweile, aber nicht so sehr, dass man dort schon gärtnern könnte. In der linken Hälfte tut sich quasi nichts. Für jedes Blatt, das am Javafarn nachwächst, verliert er auch eines oder sogar zwei. Ursprünglich war dieser Javafarn nämlich mal so groß wie ein Salatkopf…

Den Insassen geht es allerdings gut. Die meisten Weibchen der Yellow Fire in der rechten Hälfte sind eiertragend. Die bunten Garnelen in der linken Hälfte dürfte nahe dem Limit sein, da ist nur sporadisch mal ein Weibchen mit Eiern in der Bauchtasche zu sehen. Bei der nächsten Aufräumaktion werden die mal wieder rausgefangen, um die Tiere mit zu hohem Rotanteil auszusortieren. Ein paar blaue sind dazwischen, die recht hübsch sind. Und ein paar ganz schwarze gibt es auch wieder.

Im 63er wurde die Wasserpest, die aufgrund von CO2-Mangel (wurde heute neu angesetzt) bereits biogene Entkalkung betreibt, ausgedünnt. Die Scheiben lassen sich nicht vollständig bis zum Boden putzen, da die Vallisnerie mittlerweile fast rundrum gewachsen ist.

Bei Reinigungs- und Gärtnerarbeiten sind die Dornaugen mittlerweile etwas lästig. Anscheinend haben sie jede Scheu vor meinen Händen verloren, jedenfalls wurden meine Finger heute eingehend untersucht und ein Dornauge ließ sich seelenruhig auf meiner Hand nieder, um dort auszuruhen. Leider hatte ich keine Kamera zur Hand. Ob mein Hara Jerdoni noch lebt, kann ich nicht sagen, da ich das Tier nur alle paar Monate einmal und dann eher zufällig zu sehen bekomme. Mehrfaches Nachfragen in den Zoohandlungen blieb bisher erfolglos, weswegen der arme Kerl immer noch keine Kumpel hat. Die Amanos haben sich immer noch nicht an den Plattfisch gewöhnt und sind ebenfalls kaum zu sehen. Der Plattfisch wiederum hat sich immer noch nicht ans Scheibenputzen gewöhnt und reagiert immer noch aggressiv. Allerdings wirken die Angriffe eher niedlich als bedrohlich.

Das 54er steht hier immer noch als Provisorium rum, was natürlich bedauerlich für die Fische ist. Das bleibt aber keinesfalls Dauerzustand, soviel ist sicher.

Die Limnophila hat leider nahezu das Zeitliche gesegnet. Beim heutigen Aufräumen im Becken (Der Ausdruck „Gärtnern“ wäre hier wirklich reichlich übertrieben…) habe ich noch ein ca. 5 cm hohes Stengelchen gefunden, an dem sogar noch Blätter waren. Warten wir’s ab. Stattdessen gab es unzählige Pinselalgen, weswegen ich unzählige Echinodorusblätter entfernen musste. Als hilflosen Gegenversuch habe ich ein paar Wasserpeststengel aus dem 63er hier eingesetzt. Da hier eh nur bodenorientierte Bewohner leben, stört es außer mir niemanden, dass die obere Wasserhälfte freie Sicht auf die Mülltütenrückwand bietet. Trotzdem wäre es natürlich schön, wenn die Pflanzen sich mal wieder entscheiden könnten, doch noch ein wenig zu wachsen.

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