Drei Fundstücke

Gerade bin ich eher zufällig über drei Photos gestolpert, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte. Die schlechte Bildqualität vom ersten und vom letzten Bild ist zum einen der minderwertigen Kamera, zum anderen dem Alter der Bilder und zu guter Letzt auch noch der Tatsache, dass Hauptmotive der Photos nicht die Becken waren, sondern diese nur eher zufällig zur Gänze mit drauf sind, geschuldet.

Das erste Bild zeigt mein erstes 54er. Zuvor hatte ich nur Becken mit mindestens 1 m Kantenlänge, musste das letzte aber aus Platzgründen abgeben. Irgendwann kam mein damaliger Freund freudestrahlend mit einem 54er Komplettset inkl. Standfuß, Dekokram und ein paar Pflanzenstengeln aus der Stadt zurück und glaubte, mir damit einen Gefallen getan zu haben. „Was soll ich denn damit?“, war meine erste Reaktion, die das Freudestrahlen gefrieren ließ. Ich hatte keine Vorstellung, welche Fische ich in der Pfütze halten sollte, aber gut, da sie nun da war, wurde sie auch aufgebaut und eingerichtet. An den Besatz erinnere ich mich nicht mehr so genau, auf jedenfall schwimmt da ein Platy rum. Außerdem kam irgendwann zwei kleine gelbe Buntbarsche, die mir irgendjemand zum Geburtstag geschenkt hat, hinzu. „Barsche? Naja …“ Wenige Monate nach dieser Aufnahme zogen wir in eine größere Wohnung und ich kaufte mir wieder ein größeres Aquarium. Das 54er fristete ein Kellerdasein, nicht ahnend, dass es bald wieder einen eher unrühmlichen Einsatz haben würde.

54er 1999

Auf dem zweiten Bild ist das 200-Liter-Aquarium, das ich mir in der größeren Wohnung gekauft habe, nach dem Wohnungsbrand zu sehen. In diesem Zimmer hat es selbst nicht richtig gebrannt, lediglich ein paar Flammen schlugen aus dem Nebenraum, der lichterloh in Flammen stand. Außerdem sind der schwarze Rauch und anschließend auch die Wasserdampfwolken vom Löschwasser durch die gesamte Wohnung gezogen. Die Hitze durch das Feuer reichte aus, den Deckel zu verformen und knapp 5 cm Wasserstand verdampfen zu lassen. Erstaunlicherweise haben alle Fische überlebt. Das Becken habe ich trotzdem entsorgt, da die Silikonnähte nicht mehr vertrauenswürdig waren und ein Schaden durch dieses Becken nicht mehr versichert war. Der Besatz wanderte in das 54er, das sein Dasein im Keller fristete.

200er 2000

Das dritte Bild zeigt das 54er erneut. Die Aufnahme entstand im Jahre 2001, als ich nach dem Wohnungsbrand immer noch in der 1,5-Zimmer-Übergangswohnung wohnte. Leider hatte ich in der Folgezeit des Feuers wenig Motivation, mich um die Pflege eines Aquariums zu kümmern, sodass einige Fische aufgrund mangelnder Pflege verstorben sind. Die Reste schwammen noch bis Juli 2004 im 54er rum, dann habe ich sie verschenkt.

54er 2001

2004 gab ich die Fischquälerei vorübergehend auf.

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