Die Halbstarken werden weniger

Heute wurden 20 Jungamanos abgeholt. Das 63er sieht aus wie ein Schlachtfeld und der Küchenboden erinnert an die Böden in den Umkleidekabinen öffentlicher Badeanstalten.

Die Truppe ist wirklich anstrengend. In Windeseile krabbeln sie wieder aus dem Kescher raus und springen – sobald sie über den Rand gucken können – ins Becken zurück,  noch bevor man mit dem Kescher über dem Eimer ist. Manche springen auch weniger gezielt aus dem Kescher und landen dann vor, neben oder hinter dem Becken.

Nach diversen Fangversuche hat die Garnelengemeinschaft gerafft, dass man es auf sie abgesehen hat, und macht sich unsichtbar. Das zwingt einen dazu, mit beiden Armen in das Becken zu tauchen, um sie mit der einen Hand aus dem Gebüsch zu scheuchen, während die andere Hand den Kescher bereit hält. Dann heißt es blitzschnell den Kescher aus dem Wasser ziehen (selbstverständlich sind immer etliche Stengelpflanzen oder einzelne Blätter des gehegten und gepflegten Echinodorus dabei), bevor die Biester wieder aus dem Kescher raus sind. Mit etwas Glück hat man eine hektisch im Netz rumrennen. Und mit noch mehr Glück rennt sie nur und springt nicht gleich wieder raus.

Wenn man endlich die gewünschte Anzahl im Eimer hat, ist der Stress aber noch lange nicht vorbei. Die Viecher wollen immer noch nicht mit dem Strom schwimmen und so weigern sie sich beharrlich, den Eimer zu verlassen, sondern laufen lieber auf dem Trockenen rum. Unbeaufsichtigt kann man sie auf keinen Fall lassen: Der Eimerrand hat eine Höhe von 19,5 cm, da springen sie mühelos raus.

Irgendwie habe ich es aber doch noch geschafft, die gesamte Truppe einzusammeln und ihrem neuen Besitzer zu übergeben.

Bei der nächsten Fangaktion mache ich Bilder/Videos von dem Schauspiel.

Dieser Beitrag wurde unter Viecher abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Die Halbstarken werden weniger

  1. Gerald sagt:

    Ohjeh … hab ich ein Glück dass sich meine Amanos nicht so angestellt haben :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.