Aufzuchtversuch Nr. 1

Der Storch war da!

Caridina japonica, eiertragend

Caridina japonica, eiertragend

Heute Morgen entdeckte ich eine Amanogarnele mit Eiern. Da ich auf diesen Moment schon seit dem Kauf der Tiere warte, ist die Freude groß. Nach dem Logemann’schen Zuchtbericht für Amanogarnelen erstelle ich jetzt eine Einkaufsliste und dann geht es los.

Ich bin sehr gespannt!

28.05.2008
Gestern hat das erste meiner beiden eiertragenden Amano-Weibchen die Larven entlassen. Das traf mich ziemlich unvorbereitet, muss ich gestehen.

Bevor ich duschen ging, warf ich nochmals einen Blick in meine Aquarien. Was ist denn da los? Im Asienbecken herrschte helle Aufregung, alles, was Flossen hat, schwamm hektisch durch die Gegend und die beiden Amanomännchen veranstalteten einen Schwimm-Marathon. Bei näherer Betrachtung sah ich, dass sie sich ausschließlich für eines der eiertragenden Weibchen interessierten. Die hektischen Fische waren auf der Jagd nach irgendwelchem Zeugs, das im Wasser rumschwamm.

WOW! Ich war quasi Hebamme bei der Amano-Geburt! Sofort brach ich in operative Hektik aus. Während das Weibchen unablässig seine Schwimmbeine bewegte und nach und nach die Larven entließ – wobei die Männchen auch schon neue Begattungsversuche unternahmen -, holte ich bereits Schlauch und Eimer um die Winzlinge aus dem Becken zu saugen. Ich habe natürlich nicht alle erwischt, was aber auch nicht so schlimm ist, da mir zur Zeit eh nur eine kleine Pfütze zur Verfügung steht um sie groß zu ziehen.

Den Eimer stellte ich zunächst auf die Fensterbank und betrachtete völlig fasziniert und Stolz wie Bolle meine ersten Amano-Larven. Eigentlich sollten sie in der Salzpfütze meiner misslungenen Artemia-Zucht aufwachsen. Blöderweise hatten ebendiese vor einigen Tagen beschlossen, von den Toten wieder aufzuerstehen. Nun war guter Rat teuer. Wohin mit meinen Babys?

Zunächst überließ ich sie ihrem Schicksal und fuhr in den Stall. Abends stellte ich dann fest, dass der Eimer einen winzigen Riss im Boden hat und Wasser verlor. Also war sofortiges Handeln gefragt. Kurzerhand saugte ich das alte Artemia-Wasser (mit einem Nylonstrumpf über dem Schlauch) ab, kippte stattdessen das Amano-Larven-Wasser in die Artemia-Box und salzte auf (ca. 20 – 25 Gramm pro Liter).

In der trüben Brühe konnte man nichts erkennen, aber bevor ich zu Bett ging, schaute ich noch einmal nach und sah tatsächlich einige Amano-Larven durchs Salzwasser zucken. Das war dann auch das letzte Mal, dass ich sie lebend sah.

Seit dem Aufwachen heute Morgen schaue ich etwa stündlich einige Minuten in die Salzpfütze, kann aber aus ein oder zwei Artemia nichts entdecken. Ich vermute, dass die Larven alle tot sind. Vielleicht war das Wasser durch den am Boden liegenden „Dreck“ zu sehr verunreinigt. Vielleicht habe ich auch einfach nur Pech.

Im Asienbecken lebt noch ein zweites eiertragendes Weibchen. Im 45-Minuten-Takt kontrolliere ich schon den ganzen Tag, was sie tut. Seit etwa einer Stunde sitzt sie auf demselben Fleck und rührt sich nicht mehr. Vielleicht klappt es ja mit diesen Larven. Allerdings sind meine Hoffnungen eher gering, da die Eier immer noch sehr dunkel sind, was laut den Logemännern kein gutes Zeichen ist.

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