Bin ich zu blöd oder zu schwach für einen Außenfilter?

Mit der Anschaffung eines gebrauchten Außenfilters Tetratec EX 700 habe ich Neuland betreten und bin kurz davor dies zu bereuen. Der Filter war ca. 6 Monate in Betrieb, sieht wie neu aus und neue Filtermaterialien waren auch noch dabei. Lediglich die Schläuche müsste ich mal reinigen, aber dazu später.

Nun habe ich – streng nach Bedienungsanleitung – die Filterkörbe bestückt und eingesetzt, das ganze ca. 150 Mal wiederholt und mich jedesmal vergewissert, dass auch alles richtig und richtig rum sitzt, aber egal wie sehr ich mich bemühe und mein gesamtes Kampfgewicht von 60 kg zum Einsatz bringe, ich bekomme den verdammten Deckel nicht zu! Die zwei Sicherungsclips sind ja kein Problem, aber pätestens beim 2. Verschlussclip muss ich kapitulieren. Immerhin habe ich beim 7. oder 8. Versuch bemerkt, dass da winzige Markierungspfeile auf den Körben und auf dem Gehäuse sind. Nach dieser Entdeckung habe ich die Körbe richtig herum eingesetzt, was aber auch keinen größeren Erfolg brachte. Es sind auch nur 1 – 2 mm, die hier über Sieg und Niederlage entscheiden.

Da meine pazifistischen Neigungen eher schwach ausgeprägt sind, bin ich jetzt, nach ca. 1 Stunde hilflosen Rumprobierens, kurz davor, das Teil an die Wand zu pfeffern und mir einen Innenfilter zu kaufen.

In der Online-Bedienungsanleitung steht:

Fetten Sie den Dichtungsring ggf. mit handelsüblichen Schmierstoffen wie z.B. Vaseline ein, um die Montage zu erleichtern.

Ist das wirklich ungefährlich oder sind die nicht mehr ganz bei Trost? Beim Gedanken an Vaseline und Aquarium breitet sich vor meinem geistigen Auge ein erstklassiger Fettfilm aus. Daher frage ich mich, ob ich das tatsächlich ohne Bedenken machen kann. Sowas hat dieser im großen und ganzen recht gut sortierte Haushalt hier natürlich vorrätig. Und da im Forum drei Schreiber ohne Gegenstimme behaupteten, das Zeug sei unbedenklich, werde ich gleich testen, ob der Deckel dann fluppt.

Ich brauche Tranquilizer und hilfreiche Tipps.

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2 Kommentare zu Bin ich zu blöd oder zu schwach für einen Außenfilter?

  1. magerquark sagt:

    Der Widerspenstigen Zähmung ist vollbracht; der Sieg ist mein.

    Mit der Vaseline, von dem halben Pfund ist sogar noch etwas übrig geblieben, fluppte der Deckel brav in seine vorschriftsmäßige Position; sämtliche Clips ließen sich nahezu widerstandslos schließen. Natürlich hatte ich vergessen, den Filter mit Wasser zu füllen, weswegen ich die Übung gleich noch ein zweites Mal machen durfte. Und wieder: Erfolg auf der ganzen Linie!

    Die Schläuche musste ich doch mit Essig reinigen. Zum einen gab es nur Babyflaschenbürsten mit Griffen, die viel zu dick für meine Schläuche sind, zum anderen handelt es sich bei den meisten „Verunreinigungen“ um Kalkablagerungen. Ich habe die Schläuche, die gelochten Auslaufrohre und all das andere, teils verwinkelte Gedöns in einer Wanne mit heißem Essigwasser ein paar Stündchen einweichen lassen. Für die hartnäckigen Stellen habe ich dann des Mitbewohners Zahnbürste aus dem Bad geklaut (Liebe Kinder, macht das bloß nicht zuhause nach; Papi wird stinksauer sein!) und alles, wo ich dran gekommen bin, geschrubbt. Dann habe ich alles zusammengebaut, das Spülbecken in der Küche mit Wasser vollaufen lassen, den Filter eingeschaltet und … mich über die seltsamen Geräusche gewundert. Als bekennender Homo kann-ich-alleine sprang ich über meinen Schatten und warf nochmals einen Blick in die Bedienungsanleitung.

    Oops, da hatte ich „in“ und „out“ doch glatt außer Acht gelassen bzw. die Beschriftung übersehen und den falschen Schlauch über Wasser positioniert, um selbiges fließen zu sehen. Ich muss schon sagen, diese Beschriftungen sind – ebenso wie die Markierungspfeile auf den Filtermaterialkörbchen – so unscheinbar angebracht, dass sie für eine grenzdebile und schon leicht alterssichtige Fourtysomething nahezu unsichtbar werden. Nachdem ich diesen Lapsus glattgebügelt hatte, funktionierte endlich alles und der Filter schnurrte wie ein Kätzchen, während er etwa eine Stunde lang zu Testzwecken das Wasser in meiner Spüle filterte.

    Da ich meinen Filter also nicht bis zum Exitus vergewaltigen musste, kann hoffentlich auch Martin wieder ruhig schlafen.

    Zitat von Martin
    Ich hab ehrlich gesagt nicht die geringste Idee was du da eigentlich machst!

    Ja, so ging’s mir auch die meiste Zeit.

    Den Filter selbst habe ich übrigens einer mir persönlich bekannten und in dieser Hinsicht als vertrauenswürdig eingestuften Person abgekauft. Der kann ich bedauerlicherweise nicht die Schuld in die Schuhe schieben, sondern muss sie schon meiner eigenen Unfähigkeit zuschreiben.

  2. Pingback: Auf Kriegsfuß mit dem Außenfilter | fish n' shrimps mit magerquark

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