Auf Kriegsfuß mit dem Außenfilter

In der Theorie ist alles so einfach, das ganze Leben ein Spaziergang auf einem idyllischen Waldweg. In der Praxis jedoch ist dieser Weg voller Äste, Steine, Löcher und anderer Stolperfallen.

Ein Außenfilter – warum nicht? Soll ja viel besser sein und überhaupt. Das Teil wurde mir günstig angeboten, 15 Euro, gerade mal sechs Monate benutzt worden, bestückt mit neuen Filtermaterialien und passend zu dem Aquarium (112 oder 126 Liter, ich weiß es grad nicht mehr), das ich inkl. Abdeckung, Leuchtstoffröhren und Heizung für 35 Euro nach dem Umzug erwerben werde. Meine Planung schien genial durchdacht, das Becken selbst bekomme ich erst in der neuen Wohnung, damit es beim Umzug nicht im Weg ist oder gar kaputt geht, den Filter habe ich jetzt schon, damit er einfahren kann. Klingt gut, oder?

Die Probleme fingen schon beim Zusammenbau des Filters an, da geriet ich schon heftig ins Schlingern. Der geneigt Leser kennt die Story, der Rest kann sie hier lesen. Gestern fiel ich dann endgültig auf die Nase, als ich das Teil in einem meiner laufenden Aquarien in Betrieb nehmen wollte.

Mein erster Gedanken galt dem Guppybecken. Da werden reichlich Stoffwechselendprodukte ausgeschieden, so dass reichlich Nahrung für die Bakterien in zwei Filtern vorhanden sein sollte. Aber das Guppybecken ist viel zu klein, da habe ich keine Chance, den Ansaugkorb irgendwie unterzubringen, das daran befindliche Rohr ist viel zu lang. Na gut, kein Beinbruch, nehmen wir halt das andere Aquarium. Auch hier wäre das Rohr samt Korb eigentlich zu lang, aber wenn ich den Korb abmache und durch ein Stück Fliegennetz ersetze, dann ginge es. Weiter kam ich allerdings auch hier nicht, denn beim Aufstellen des Aquariums war ein Außenfilter nicht vorgesehen. Daher steht das Becken zu nah an der Wand und ich bekomme die Schläuche nicht dahinter. Na toll, da bin ich wohl in eine Sackgasse gestolpert.

Tja. Der Filter ist mit frischem Leitungswasser gefüllt. Drin lassen oder rausholen? Zum Einfahren bleibt mir nur das bereits mehrfach angewandte Hauruck-Verfahren: Filterschwämme in einem Eimer ausdrücken, neuen Filter reinhängen und die Brühe ein paar Stunden filtern lassen. Wollen wir mal hoffen, dass das gutgehen wird.

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