Aufzuchtversuch Nr. 7

Am 25.05.2010 hat – nachdem ich gerade damit fertig war, das Becken umzugestalten – eines meiner Amano-Weibchen die Larven entlassen. Ich war mir nicht sicher, ob der Zeitpunkt nun richtig ist oder ob sie sie frühzeitig aufgrund des Stresses entlässt.

Dieser Stress des Umräumens und Umsetzens könnte auch beim letzten Mal ausschlaggebend gewesen sein, dass die Larven evtl. frühzeitig entlassen wurden. Allerdings bin ich mir trotzdem unsicher, ob dies die Ursache für das plötzliche Massensterben war.

So überlegte ich auch, ob es sich überhaupt lohne, die Larven abzusaugen. Aber da das Salzwasser vom letzten Mal eh noch steht und kein großer Aufwand nötig war, entschied ich mich fürs Absaugen.

Ich habe nicht einmal annähernd so viele Larven wie beim letzten Mal. Der Unterschied zwischen Absaugen aus dem Gesellschaftsbecken und wirklich alle Larven im Aufzuchtbecken freilassen ist echt enorm.

Nun bin ich gespannt, ob es diesmal etwas wird.

Tag 5

Leider bin ich nicht allzu optimistisch, da ich bereits jetzt den Eindruck habe, dass sie weniger werden. Möglicherweise wurden sie wirklich zu früh entlassen, wer weiß. Mit bloßem Auge lässt sich allerdings kein Unterschied zu früheren Larven-Generationen erkennen.

Da ich keinerlei Wassertests besitze und keine Werte messen, kann ich da wenig berichten. Die Temperatur pendelt zwischen 20 und 25 Grad. Die Fütterung notiere ich mir handschriftlich. Die wollte ich hier aufschreiben, sobald es einmal geklappt hat.

Tag 12

Mittlerweile gibt es Entwicklungsunterschiede. Manche Larven sind deutlich größer als andere. Ich kümmere mich wenig um die Tiere, füttere alle paar Tage mal Liquizell oder Spirulina, nachdem ich mich davon überzeugt habe, dass noch welche leben, und überlasse sie ansonsten sich selbst.

Vielleicht liegt darin das Geheimnis. ;-)

Tag 17

Das Wachstum ist enorm. Manche Larven sind mittlerweile so groß, dass man nicht mehr mit der Nase an der Scheibe kleben muss, um sie zu entdecken.

Wenn ich das Licht einschalte, um nach ihnen zu sehen, sieht man sie auf dem Boden rumwuseln. Sie sind ziemlich deutlich rot/braun gefärbt.

Larven 17 Tage alt

Larven 17 Tage alt

Ich bin total begeistert. :-)

Zwischenzeitlich habe ich das 12er neu eingerichtet. Es steht nun bereit für das Umsetzen ins Süßwasser, falls wirklich mal welche durchkommen sollten.

44 Tage können verdammt lang sein …

Tag 27

Heute mal wieder intensiv geguckt und die ersten fertigen Garnelen entdeckt. :-)

Allerdings jubel noch ein wenig verhalten. Zwei Wochen sollen die lt. Logemännern noch im Salzwasser bleiben, was für mich heißt, dass sie noch lange nicht „übern Berg“ sind.

Abschätzen, wieviele es sind, kann ich noch gar nicht, da sich auch erst sehr wenige zu fertigen Garnelen entwickelt haben. In fünf Tagen sollten allerdings fast alle dieses Entwicklungsstadium durch haben.

Hier mal zwei Bilder meiner Salzpfütze:

Dieses Schmuckstück ziert meine Küche. :-)

Offenbar scheint den Larven die Dreckspfütze zu gefallen. Für die nächste Generation werde ich sie einfach stehen lassen.

Kleine Anekdote am Rande: Irgendwo in dem salzigen Dreck wuselt eine kleine Turmdeckelschnecke rum. Sie kam wohl als Baby zusammen mit dem Amanoweibchen aus dem vorherigen Versuch in das Becken und ist mittlerweile ca. 1 cm groß.

Tag 29

Mir ist ein halbwegs brauchbares Photo einer Mini-Garnele geglückt:

Caridina japonica, 29 Tage alt

Caridina japonica, 29 Tage alt

Links mein Handy (zur Beleuchtung) und die Silikonnaht des 54ers für den Größenvergleich.

Tag 38

Mittlerweile sind die fertigen Garnelen schon deutlich gewachsen. Gleichzeitig sind aber auch noch einige Larven vorhanden. Die Entwicklung der einzelnen Tiere ist sehr unterschiedlich.

Am Wochenende sind die selbstgemachten Amanos 41 Tage alt, da werden die ersten ins Süßwasser umgesetzt. Leider blieb das erhoffte Algenwachstum im 12er, wo sie die ersten süßen Tage verbringen sollen, aus. Zum Glück für die kleinen Garnelen gibt es in diesem Haushalt reichlich zerrupfte Mooskugeln, so dass sie sich an diesen werden schadlos halten können. Einen Filter bekommt das 12er natürlich auch noch und Mulm aus einem anderen Filter sollte als weitere Nahrungsgrundlage ausreichend sein.

Diese Durchgangsstation ist tatsächlich nur für ein paar Tage vorgesehen, da ich dort am besten beobachten kann, ob das Umsetzen ins Süßwasser problemlos klappt. Würde ich sie direkt ins Elternbecken setzen, fände ich sie vermutlich nicht mehr wieder.

Tag 40

In quälender Ungeduld und in Ermangelung einer besseren Tätigkeit bei der apokalyptischen Hitze des gestrigen Nachmittags habe ich kurz entschlossen die ersten Garnelen ins Süßwasser umgesetzt.

Leider waren die Viecher zu hektisch, um sie zu zählen, und offen gestanden habe ich es bei der ersten Gruppe auch völlig vergessen. Die Anzahl der zweiten Gruppe habe ich kurz überschlagen, so dass ich nun davon ausgehe, insgesamt ca. 40 Tiere umgesetzt zu haben.

Heute Morgen scheint es ihnen noch gut zu gehen. Ausfälle konnte ich bisher nicht entdecken. Einige schwimmen immer noch aufgeregt rum, aber so langsam legt die Hektik sich.

Am Wochenende wird der Rest umgesetzt.

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