Wasserpflanzen im Krankenhaus

Vor Ostern musste ich zu einer Operation ins Krankenhaus. Als ich dort bei der Anmeldung warten musste, bis die Aufnahmeschwester frei war, hatte ich ausgiebig Zeit, mir das im Wartebereich stehende Aquarium anzuschauen und zu bemängeln. Und ich fasste einen Entschluss.

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In dem Würfel lebt eine illustre Fischgesellschaft mit viel zu wenig Grünzeug und eher bescheidener technischer Ausstattung. Bei uns zuhause waren die Probleme eher gegensätzlicher Natur: Anubias im 240er und Echinodorus im 200er wuchsen quasi über sich selbst, zumindest aber über die Wasseroberfläche hinaus.

Leider habe ich von der Situation zu diesem Zeitpunkt keine guten Bilder. Im 240er wuchern die Anubias vor allem auf der linken Seite. Die werden regelmäßig von mir gekürzt, da die halb vertrockneten und unter der künstlichen Sonne gerösteten Blätter an der Wasseroberfläche sehr unschön aussehen. Im 200er ist der größte Echinodorus wegen Überbelichtung auf dem Photo gar nicht zu erkennen, er steht nämlich im Hintergrund. Auch hier gingen die Blätter an der Wasseroberfläche kaputt und ich entfernte jede Woche beim Wasserwechsel zwei bis drei riesige, zwischenzeitlich leicht braun und brüchig gewordene Blätter. Die beiden Echis im Vordergrund werden mehr und mehr gegen die Scheibe gedrückt. Das sieht insgesamt sehr unschön aus.

Als ich endlich dran war und meine stationäre Aufnahme mit der Schwester soweit geklärt war, fragte ich sie noch, wer für das Aquarium zuständig sei. Sie schaute mich etwas irritiert an und ich erklärte ihr, dass ich Planzen hätte, die bei mir zu groß seien und die gut dort reinpassen würden. Sie rief den zuständigen Herren an und erzählte davon. Da ich nach Ostern erneut ins Krankenhaus musste, vereinbarten wir, dass ich am 22. April die Pflanzen mitbringe. So kam es, dass ich am Ostermontag als Vorbereitung für meinen Krankenhausaufenthalt auch noch zwei große Anubias und einen riesigen Echinodorus aus den Becken rupfte und unter der Dusche abspülte. Der Echi war voller Wasserlinsen, das wollte ich dem Krankenhausbecken dann doch nicht antun.

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Am Morgen des 22. April fuhren wir um 8 Uhr zur Klinik. Ich meldete mich an und bat anschließend die Mitarbeiterin am Empfang, den für das Aquarium zuständigen Kollegen anzurufen. Ich übergab ihm die Pflanzen und er kümmerte sich sofort darum, dass sie noch am selben Tag ins Becken eingesetzt wurden. Da ich am nächsten Morgen bereits entlassen wurde, konnte ich zeitnah sein Werk bewundern.

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Wie winzig klein die riesigen Pflanzen in dem großen Becken doch wirken. Ich hoffe, dass sie sich gut einleben und eine Weile halten. Da ich Ende des Jahres noch einmal ins Krankenhaus muss, kann ich mich ja dann vom Zustand meiner Blümchen überzeugen.

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