Würmer, Flöhe und anderes Getier

Darmstadt hat – was Lebendfutter für Aquariengetier angeht – den Versorgungsstatus eines Dritte-Welt-Landes, eher noch schlimmer. Hier gibt es anscheinend auch nur eine Zoohandlung, die wenn überhaupt dann nur halbtote Mückenlarven anbietet. Ansonsten ist Lebendfutter nur bei Hornbach oder Kölle Zoo zu bekommen, die beide außerhalb der Stadt angesiedelt sind. Daher haben wir auf der AQUA-FISCH wie auch schon in Sindelfingen beim Lebendfutter zugeschlagen. Und wie so oft, wurde ein Teil des Lebendfutters adoptiert und fortan als Haustiere gehalten. ;-)

Schon seit mehreren Monaten stand in meiner Küche eine winzige Faunabox mit gerade mal 1,2 Litern Inhalt, in der Wasserflöhe ihr mehr oder weniger glückliches Dasein frei von Fressfeinden und vergesellschaftet mit Blasenschnecken führten. Seit letzter Woche haben sie nicht nur ein größeres Becken, sondern auch neue Nachbarn bekommen: Glanzwürmer.

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Bei meinen Wasserflöhen möchte ich keinen Sand haben. Damit die Glanzwürmer aber etwas haben, worin sie sich verstecken können, wenn es ihnen zu hell ist, habe ich ein Stück einer Mooskugel ins Becken geworfen. Jetzt habe ich eine Mooskugel mit „roten Haaren“. :-)

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Diese lichtscheuen Gesellen sind nicht so einfach zu knipsen, da sie in Windeseile ins Innere der Mooskugel flüchten, sobald man eine Lampe einschaltet. Selbst bei einem kleinen LED-Licht, hat die Oberseite der Mooskugel schon keine „roten Haare“ mehr. Wenn man das Licht wieder ausschaltet, kommen sie auch ziemlich rasch wieder hervor.

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Da ich nicht so recht weiß, was die kleinen Racker essen, habe ich nicht nur das eigentlich für die Flöhe gedachte Spirulina-Pulver im Wasser, sondern auch noch ein wenig Mulm auf dem Boden.

Außerdem kam noch eine weitere Grindal-Box hinzu. Bei den letzten beiden habe ich pflegerisch ja eher versagt, weswegen in beiden nur noch eine nicht weiter erwähnenswerte Restpopulation einzelner Würmer sowie eine wechselnde Anzahl irgendwelcher mir bis vorhin noch unbekannter Viecher vegetiert. Mittlerweile weiß ich, dass es sich um Springschwänze handelt.

viecher

Als Tipp, diese zumindest teilweise loszuwerden, bekam ich folgende Vorgehensweise: Box mit Wasser füllen. Die Springschwänze schwimmen oben während die Grindal unten bleiben. Anschließend das Wasser samt der Springschwänze abkippen. So verschwinden zwar nicht alle, aber man kann die Population eindämmen. Wenn es mir zuviel wird, versuche ich das mal.

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